Stadtnachricht

Tag des offenen Denkmals sehr gut angekommen


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Hier erläutert Sebastian Schmäh in dem Mühlenanbau wie eine Umnutzung zu Wohnraum stattfinden soll. Zum Beispiel werden die Originalfenster erhalten und mit einer zweiten neuen Innenver-glasung ein gutes Raumklima erreicht. Sehr schade ist, dass durch Vandalismus die bestehenden alten Scheiben zerstört werden und diese mit viel Arbeit und finanziellem Aufwand ersetzt werden müssen.

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Spannende Einblicke wurden in die Säge gewährt. Im Hintergrund das vorhandene alte Sägegatter. In der Säge steht zunächst eine Sicherung des Gebäudes an. Die Funktion und die Konstruktion sollen ablesbar bleiben. Eine endgültige Nutzung, sei es als kleine Gastronomie, kleines Ladengeschäft oder öffentliche Räume für die Jugend oder Kultur stehen noch nicht fest. Der Erhalt des Gebäudes und der ursprünglichen Nutzung stehen hier im Vordergrund.

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Das Ökonomiegebäude an der Hegaustraße, welches bereits zum Abbruch freigegeben war, wird ebenfalls erhalten. Hier sollen vier Wohnungen entstehen. Herr Schmäh zeigt hier wie in den 7 cm starken Dielen die Befestigung mittels Holznägel erfolgt ist. Es sollen auch vorhandene Wandverkleidungen aus Holzbrettern samt Deckleisten in den Neu- und Umbauten wieder zum Einsatz kommen.

Der Tag des offenen Denkmals zeigte den interessierten Besuchern sehr deutlich, welches Potential in den zwar in den letzten Jahren äußerlich heruntergekommenen Gebäuden steckt. Die Botschaft des in der Denkmalerhaltung sehr erfahrenen Zimmerermeisters war, dass die Gebäude eine gute Substanz aufweisen und der äußere Schein trügt. Sebastian Schmäh möchte zusammen mit der Architektin Corinna Wagner das gesamte denkmalgeschützte Ensemble zu neuem Leben erwecken und auch die geplanten Neubauten an der Hegaustraße in Holzbauweise mit modernsten Energiestandard, aber der historischen Bebauung in der Materialverwendung angepasst, ausführen. Das gesamte Areal soll der Öffentlichkeit zugänglich bleiben, es soll ein Gehweg entlang der Hegaustraße und im Bereich der Mühlhauser Straße öffentliche Stellplätze entstehen. Mit der Gestaltung der Außenanlage ist das Planungsbüro Planstatt Senner, welches auch bereits die Ortsmitte neugestaltet hat, beauftragt.

Die zahlreichen Aacher und auch die auswärtigen Gäste wurden überzeugt, dass hier etwas Einmaliges in Aach heranwächst. Das Investorenduo Corinna Wagner/Sebastian Schmäh und die Stadt Aach sehen in dem Erhalt des Roth-Areals eine wichtige Aufgabe diese historischen Gebäude und damit ein Stück Heimatgeschichte von Aach für die kommenden Generationen zu bewahren. Es soll keine „Hochglanzsanierung“ geben, sondern es sollen wichtige konstruktive Bauteile gezeigt und durchaus Nutzungsspuren der vorangegangenen Generationen sichtbar bleiben. Dass hier nicht nur ein finanzielles Interesse, sondern auch jede Menge Überzeugung und Herzblut in die Sanierung der Gebäude gesteckt werden soll, hat der Tag des offenen Denkmals deutlich gezeigt. Wir alle sind jetzt bereits gespannt, welche Veränderungen beim nächsten Tag des offenen Denkmals 2023 zu bestaunen sind.

Begleiten Sie alle das Projekt sehr aufmerksam und helfen bereits heute mit, dass die sinnlose Zerstörung an den Gebäuden aufhört. Anwohner und Nachbarn sollen einen behütenden Blick auf das Gelände werfen und somit zum Gelingen beitragen.

Ich bin zuversichtlich und freue mich das Projekt weiterhin begleiten zu dürfen.

Manfred Ossola

Bürgermeister

Günther Köhler von Regio-Report hat eine Video gedreht über den Tag des offenen Denkmals in Aach

HIER finden Sie den Link zu dem Video